glossar

champagner-kübel
unverzichtbarer behälter aus metall oder glas beim schaumwein-genuss. er muss so bemessen sein, dass der großteil der flasche von der wasser-/eismischung umhüllt ist. wasser und eis sollen im verhältnis 50:50 gemischt sein. das wasser leitet die wärme innerhalb kurzer zeit ab. nach bereits 20 bis 30 minuten in der eiswasser-lösung wird die ideale servier-temperatur für den champagner (schaumwein) erreicht. über den flaschenhals wird eine serviette drapiert, die zum abtrocknen der flasche dient und beim einschenken zwischen handfläche und flasche gelegt wird. viele champagner-häuser liefern neben champagner auch schöne champagnerkübel, auf denen aber dann der name/marke enthalten ist. dies bedeutet eine einschränkung bei der verwendung. denn es ist wenig stilvoll, in zum beispiel einem kübel von krug einen ruinart (und natürlich umgekehrt) zu kühlen. für das kühlhalten von weinflaschen nach dem servieren gibt es kühler aus ton oder glas oder so genannte kühlmanschetten. (text mit freundlicher genehmigung von www.wein-plus.de)


kellnermesser
waiter's friend, corkscrew (engl.)
bezeichnung für ein häufig in der gastronomie verwendetes sichelmondförmiges instrument, das einen korkenzieher, einen flaschenöffner für kronkorken und ein kleines messer für das entfernen der kapsel enthält. (text mit freundlicher genehmigung von www.wein-plus.de)


korkenzieher
saca-corchos (spa.), tire-bouchon (franz.), corkscrew (engl.) , cavatappi (ital.), kurkentrekker (niederl.), saca-rolhas (portug.)
als häufigster flaschenverschluss hat sich der korken wahrscheinlich ab mitte des 17. jahrhunderts durchgesetzt. da aber anfangs die korken nicht zur gänze in den flaschenhals getrieben wurden, war das entfernen etwas einfacher. die ersten primitiven geräte waren kleine, spitze eisendorne, mit denen man den korken oft stückchenweise entfernte. ein eventuell vorhandener schwer entfernbarer rest wurde dann einfach in die flasche hineingestoßen. die ersten korkenzieher bestanden aus einer spirale mit einem Griff. als vorbild diente offenbar ein militärisches utensil, um pfropfen aus den läufen von vorderladern zu ziehen. erwähnt wurde der korkenzieher erstmals 1681, der englische begriff „corkscrew“ wurde um 1720 geprägt. bis dahin war auch „worm“ (wurm) oder „bottlescrew“ gebräuchlich. in der zweiten hälfte des achtzehnten jahrhunderts gab es erste glocken-korkenzieher bei denen der vorgang des ziehens durch verwendung einer gewindestange kraftschonend unterstützt wurde. der engländer samuel hershaw meldete im jahre 1795 sein patent an. eine oberhalb der spirale befindliche kleine scheibe stoppte die einschraub-bewegung des korkenziehers in den korken und setzte den korken in drehung. die dadurch geminderte reibung des korkens am flaschenhals gestattet den sanften zug des korkens. eine verbesserte version wurde im jahre 1802 von edward thomason entwickelt. sein patent setzte die drehbewegungen des einschraubens fort und leitetete über ein zweites, gegenläufiges schaftgewinde den ziehvorgang ein.

in der folge gab es eine unzahl von verschiedenen systemen, die zum beispiel unter den bezeichnungen direktzug-, drehzug-, federzungen-, glocken-, spindelschraube-, hebel- und gliederkorkenzieher zum patent angemeldet wurden. eine komplette aufstellung mit bildern findet sich auf der informativen website vom „verein korkenzieherfreunde“. der gliederkorkenzieher wurde 1884 patentiert und war die bis in die 1930er-jahre die am meisten verbreitete art. unter der bezeichnung zig-zag ist er noch heute vor allem in england und in den usa gebräuchlich. alle korkenzieher dienen demselben zweck, nämlich den korken möglichst leicht, rasch und sauber ohne beschädigung des korkens aus dem flaschenhals zu befördern. ein wichtiges kriterium ist, dass dabei keine korkreste in die flasche gelangen dürfen. deshalb sollte die spirale den kork nicht durchstoßen bzw. auch nicht mit dem wein in berührung kommen, da metall eine chemische reaktion hervorrufen kann. die spirale sollte eine so genannte „seele“ aufweisen, das heißt, dass in die innere windung ein streichholz hineinpassen muss. (text mit freundlicher genehmigung von www.wein-plus.de)